Narbenbruch 2016-12-13T09:30:59+00:00

NARBENBRUCH

Narbenbruch, Narbenhernie oder Hernia cicatricea

Fakten Narbenbruch:

  • Bruch der Bauchdecke nach vorangegangener OP
  • Ursachen: Wundinfektion, Zuckerkrankheit, Übergewicht oder genetische Faktoren
  • Überbrückung des Bruchs mittels Kunststoffnetz
  • Laparoskopischer Eingriff erfordert Erfahrung, birgt wesentliche Vorteile

Bei einem Bruch (lateinisch Hernie) handelt es sich um eine Verschiebung von Baucheingeweiden (Bruchinhalt) in eine Vorbuchtung des Bauchfells (Bruchsack) durch eine Lücke in der Bauchwand (Bruchpforte).

Unter Narbenhernie versteht man eine Bruchlücke der Bauchdecke nach einer vorangegangenen Operation. Risikofaktoren für das Entstehen eines Narbenbruchs sind Wundinfektionen und Blutungen direkt nach der Operation, Zuckerkrankheit sowie starkes Übergewicht, aber auch genetische Faktoren. Nach offenen Bauchoperationen entstehen solche Narbenhernien in bis zu 40 %.

Kleine Brüche machen oft wenig Beschwerden und werden vor allem bei übergewichtigen Patienten oft nicht wahrgenommen. Die meisten Hernien werden zunehmend größer und machen dann, wenn sich immer mehr Bauchinhalt (meist Darmschlingen) in den Bruch verlagert, stetig mehr Beschwerden.

Bei der operativen Versorgung solcher Hernien sollte ein Kunststoffnetz verwendet werden. Wird der Bruch nur durch Nähte verschlossen, so ist damit zu rechnen, dass der Bruch in mehr als 50% wieder auftritt. Die Operation kann offen, durch die alte Narbe geschehen. Hierbei wird das Netz unter, in oder auf die Muskulatur genäht und damit der Bruch überbrückt.

Die laparoskopische Versorgung dieser Narbenhernien, auch laparoskopisches IPOM (intraperitoneale onlay meshplastik) genannt, hat wesentliche Vorteile gegenüber der offenen Operation. Es ist zwar eine relativ große Erfahrung erforderlich, um bei der nach Voroperationen nötigen Lösung von Verwachsungen keine Verletzungen zu setzen.

Der wesentlichste Vorteil der laparoskopischen Versorgung liegt in der deutlich niedrigeren Wund- und Netzinfektionerate. Diese Komplikation ist für den Patienten sehr unangenehm. Auch die Rezidiv-Raten sind in der laparoskopischen Methode deutlich niedriger.

Eine Vollbelastung nach der Hernien Operation ist je nach Größe der Hernie nach 2-6 Wochen möglich.

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